Psychotherapie allgemein

Die Reden ja nur…Nicht immer, aber doch oft. Und das hilft in vielen Fällen erstaunlicherweise. Warum eigentlich?
Weil in vielen Fällen die Dinge, über die wir nicht reden konnten, uns krank gemacht haben. Manchmal Dinge, die wir für banal halten, manchmal solche für die wir uns schämen oder die wir uns eigentlich gar nicht trauen zu denken, geschwiege denn sie auszusprechen.
Oder, die wir den Menschen, die uns vielleicht nahe sein könnten, nicht zumuten möchten. Das machen wir dann manchmal so lange, bis wir uns denen auch nicht mehr nahe fühlen.
Da kommen dann wir Psychotherapeuten ins Spiel: Wir haben in vielen Jahren Selbsterfahrung und Ausbildung gelernt, über viele schwierige Dinge und Themen nachzudenken und nachzufühlen, und manches dann auch auszusprechen.

Aber warum hilft Reden? Weil wir Menschen Herdentiere sind, die auf anderen Artgenossen angewiesen sind. Zumindest die allermeisten von uns. Und die den Kontakt und Austausch mit den anderen zum Wohlbefinden, zur Weiterentwickelung und zum Wieder-heil-werden dringend brauchen. Und die das Miteinander- Reden als wichtiges Kontaktmittel nutzen. Nicht als einziges (siehe Körperpsychotherapie) aber eben doch als häufigstes.
Und die oft nicht genug freundlichen und entspannten Kontakt und Austausch haben, in einer Welt, die so viel Einzelkämpfertum verlangt.
Und weil wir uns andererseits mit diesen Menschen, die wir so nötig brauchen, in scheinbar unslösbare Konflikte geraten können, die uns leiden machen.
Und natürlich auch Konflikte mit uns selbst, mit unseren Ansprüchen, Wünschen, Sehnsüchten, von denen wir nie alle erreichen können.

Und die meisten Psychotherapeuten haben Geduld gelernt: Weil solche Prozesse, wie alle Heilungsprozesse, Zeit brauchen, oft mehr Zeit als wir uns normalerweise in unseren immer hektischeren Alltag lassen wollen, für Prozesse, die sich kaum beschleunigen lassen.

Wir Psychotherapeuten haben gerlernt auf Heilungshindernisse zu achten und zu helfen diese wegzuräumen.
Dann kann unser Organismus sich meist wieder selbst heilen, oder zumindest einen angenehmeren, erträglicheren Zustand herstellen.